Videomarketing - Einfach schneller überzeugen

In Zusammenarbeiten mit lokalen Dienstleistungsunternehmen im Social Media bereich, gibt es häufig einen Schmerzpunkt: Video-Content. Vielleicht kennen Sie einer der folgenden Aussagen von sich selbst:

  • Ich habe keine Zeit
  • Ich habe keine Profi-Ausrüstung
  • Ich kann vor der Kamera nicht sprechen
  • Ich fühle mich unwohl vor der Kamera
  • Ich habe keine Ideen für Videos

Und dennoch wissen Sie, dass Videos auf Social Media, auf Webseiten und auf Verkausseiten immer wichtiger werden. Sie wissen, dass Sie dadurch schneller Vertrauen aufbauen und ein Video viel persönlicher als ein Text oder ein Bild wirkt. Lassen Sie uns das Thema angehen!

Ihr Schritt-für-Schritt Plan für Content-Videos

Ich habe eine Methode entwickelt, mit der ich alle meine Video produziere. Richten Sie sich nach dieser Methode, selbst wenn Sie der Meinung sind, Sie können vor der Kamera nicht sprechen. Denken Sie daran, dass es hier nicht um Sie geht, sondern um Ihre Zielgruppe. Und dieser Zielgruppe ist es egal, ob Sie beispielsweise Ihre Stimme gut leiden können oder nicht.

Schritt 1: Thema

Sofern Sie Videos für Social Media aufnehmen, brauchen Sie ein relevantes Thema, welches der Zielgruppe einen Mehrwert liefert. Richten Sie sich bei der Wahl des Themas an folgende Fragen:

  1. Welches Problem meiner Zielgruppe, will ich jetzt lösen?
  2. Wie kann ich der Zielgruppe helfen, schneller ihre Ziele zu erreichen?

Schritt 2: Struktur

Ein roter Faden ist wichtig. Sie brauchen keine komplizierte Struktur aufsetzen. Ich rate Ihnen lediglich folgende Punkte zu überdenken:

  1. Das Intro – Wie wollen Sie beginnen und das Thema einleiten?
  2. Übergang zum Content – Reden Sie nicht zu lange um den heißen Brei.
  3. Content / Thema
  4. Abschluss – Bauen Sie eine Handlungsaufforderun mit ein, indem Sie um Feedback bitten oder indem Sie auf eine extrene Quelle weiter verweisen.

Schritt 3: Skript schreiben

Wir schreiben kein Skript! Wir machen uns allerhöchstens Notizen, die aus Schritt 2 entstanden sind. 

Ein Beispiel:

  • Letztens habe ich folgende Frage erhalten
  • 3 Methoden zur Lösung
  • Methode 1: Die XYZ-Strategie
  • Methode 2: Die ABC-Strategie
  • Methode 3: Der X-Trick
  • Feedback hinterlassen
Schreiben Sie es nicht aus! Schreiben Sie nicht:
“Herzlich Willkommen zu diesem Video. Letztens wurde mir folgende Frage gestellt […]”.

Schritt 4: Location

Wählen Sie einen Ort in ihrem Arbeitsumfeld, jedoch keinen, an dem Sie gestört werden. Nutzen Sie diese Location häufiger, um den Wiedererkennungswert zu steigern. 

Schritt 5: Licht & Kamera

Für den Anfang wird Ihnen tatsächlich schon ein modernes Smartphone ausreichen. Sofern Sie keine Belichtung anschaffen möchten, empfehle ich Ihnen, immer zur gleichen Tageszeit in einem Lichtdurchlässigen Raum zu filmen. Verwenden Sie lieber das normale Tageslicht, anstatt Deckenlicht.

Für schönere Videos & einfache Bedienung, empfehle ich:
Canon M50 (Link)
Hier (klick) erhalten Sie ein Lichtsetup und hier (klick) ein externes Mikrofon, als meine Empfehlung.

Schritt 6: Nachberabeitung

Halten Sie Ihre Videonachbearbeitung dezent. Videos auf Social Media leben von Content und Persönlichkeit. Sollen Sie Musik in den Hintergrund legen, achten Sie darauf, dass diese nicht Ihre Sprachlautstärke übertrumpft und negativ beeinflusst. Testen Sie dies unbedingt einmal mit Kopfhörern und einmal ohne. Sie müssen auch nicht jedes “emm” und “äh” heraus schneiden.

Weitere Tipps für Ihre Videos

  1. Nehmen Sie mehrere Videos hintereinander auf, da Sie nach dem ersten Video im “Flow” sein werden.
  2. Organisieren Sie sich ein Flipchart, um Ihren Content anschaulicher zu vermitteln.
  3. Beantworten Sie direkte Fragen aus Ihrer Zielgruppe vor der Kamera
  4. Zeigen Sie Einblicke aus Ihrem Unternehmen. Damit fördern Sie Transparenz und Offenheit.
  5. Geben Sie Ihrer Zielgruppe das Gefühl, Up-To-Date zu sein.
  6. Planen Sie feste Zeiten für die Videoaufnahmen ein.
  7. Auf Facebook und IGTV empfehle ich Ihnen Videos zwischen 2 – 7 Minuten. Youtube-Videos können deutlich länger sein.
  8. Erwähnen Sie zu Beginn des Videos keine wichtigen Infos. Der User wird Ihr Video erst Stumm erleben, während er durch Social Media scrollt. Der User muss erst den Ton für das Video aktivieren. Warten Sie daher 5-10 Sekunden mit den wichtigen Infos.
  9. Fügen Sie Untertitel ein. Nicht jeder, wird den Ton für Ihr Video aktivieren (aus Faulheit oder wegen äußeren Umständen, z.B. unterwegs in der Bahn).
  10.  Fordern Sie die Zielgruppe zu Interaktionen oder Handlungen auf. Das funktioniert über Videos besser, als über jedes andere Format.

Leave a Reply

Your email address will not be published.